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Was ist Östradiol?
Bei Männern wird ein Großteil des Östradiols durch die Weiterverarbeitung von Testosteron gebildet. Der Hoden kann aber auch Östradiol produzieren. Es ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt, zum Beispiel beim Fettstoffwechsel. Zudem stimuliert es die männlichen Sexualität. Ein zu niedriger Östradiolspiegel kann zu einem Libidoverlust führen.
Funktionsweise von Östradiol im männlichen Körper
Östradiol ist ein weibliches Geschlechtshormon, das auch im männlichen Körper vorkommt. Es hat verschiedene Funktionen und kann beispielsweise die Libido steigern oder die Blutgerinnung regulieren. Auch der Knochenaufbau wird durch Östradiol beeinflusst.
Im männlichen Körper ist Östradiol jedoch nicht so hochkonzentriert wie bei Frauen. Dennoch spielt es eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Mannes. Zu viel oder zu wenig des Hormons kann jedoch zu gesundheitlichen Problemen führen.
Symptome bei einem Ungleichgewicht
Ein Ungleichgewicht des männlichen Östradiols kann viele verschiedene Symptome verursachen. Die häufigsten Symptome sind Müdigkeit und Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Depressionen, Gewichtszunahme und sexuelle Dysfunktion. Männer mit einem Ungleichgewicht des männlichen Östradiols leiden oft unter einem allgemeinen Gefühl der Unwohlsein und Mattigkeit. Viele der Symptome ähneln denen der Wechseljahre bei Frauen.
Männer mit einem Ungleichgewicht des männlichen Östradiols können auch ein verringertes sexuelles Verlangen spüren und unter Erektionsstörungen leiden. Die Symptome der sexuellen Dysfunktion sind am häufigsten bei Männern über 50 Jahren. Bei jüngeren Männern ist das sexuelle Verlangen nicht immer so stark ausgeprägt wie bei älteren Männern, da es durch Testosteron noch gesteigert wird. Der Testosteronspiegel sinkt normalerweise mit dem Alter, aber manche Männer erleben einen schnelleren Rückgang des Testosteronspiegels als andere.
Feststellung eines hormonellen Ungleichgewichts
Die Behandlung eines Hormonungleichgewichts richtet sich immer nach den Ursachen des Ungleichgewichts. Es kann sinnvoll sein, mit Hilfe einer Laboruntersuchung herauszufinden, ob tatsächlich ein Mangel eines Hormons vorliegt und wie hoch die tatsächlichen Einzelwerte sind. Bei einem Östradiolmangel kann es zudem hilfreich sein das Verhältnis zwischen den Hormonen Östradiol und Testosteron bzw. Progesteron zu bestimmen.
Wenn das Ungleichgewicht auf einem hormonellen Ungleichgewicht beruht, könnte eine Hormontherapie helfen, den Hormonspiegel wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Auch eine Änderung der Lebensweise, wie zum Beispiel eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung, kann helfen.



