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Sofortmaßnahmen nach einem Zeckenbiss
Nach einem Zeckenbiss sollte die betroffene Stelle zunächst desinfiziert werden. Dazu kann man zum Beispiel eine alkoholhaltige Lösung oder ein Desinfektionsspray verwenden. Anschließend sollte man die Zecke möglichst schnell und vollständig entfernen. Hierfür gibt es spezielle Zeckenentferner, die man in jeder Apotheke bekommt. Wichtig ist es, die Zecke möglichst nah an der Haut zu greifen und sie langsam und vorsichtig herauszuziehen. Niemals sollte man die Zecke quetschen oder drehen, da dabei Krankheitserreger in die Bisswunde gelangen können.
Warum juckt ein Zeckenbiss?
Der Juckreiz nach einem Zeckenbiss entsteht durch eine allergische Reaktion des Körpers auf den Speichel der Zecke. Dieser enthält verschiedene Stoffe, die die Haut reizen und Entzündungen auslösen können. Die Intensität des Juckreizes kann von Person zu Person unterschiedlich sein und hängt auch davon ab, wie lange die Zecke am Körper war.
Hausmittel gegen den Juckreiz
Es gibt verschiedene Hausmittel, die gegen den Juckreiz helfen können. Eine bewährte Methode ist es, die betroffene Stelle mit einem kalten Waschlappen oder einer Kühlkompresse zu kühlen. Dadurch wird die Haut beruhigt und der Juckreiz wird gelindert. Auch das Auftragen von Kamillen- oder Schwarzkümmelöl kann helfen, da diese Substanzen entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften haben.
Medikamente gegen den Juckreiz
Wenn der Juckreiz sehr stark ist, können auch Medikamente helfen. Hierfür eignen sich zum Beispiel Cremes oder Salben mit Cortison oder Antihistaminika. Diese Substanzen wirken entzündungshemmend und beruhigend auf die Haut. Allerdings sollten solche Medikamente nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden, da sie Nebenwirkungen haben können.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
In den meisten Fällen ist ein Zeckenbiss harmlos und heilt von selbst ab. Wenn jedoch Anzeichen für eine Infektion oder eine allergische Reaktion auftreten, sollte man einen Arzt kontaktieren.
Wie können von Zecken übertragbare Krankheiten diagnostiziert werden?
Es besteht die Möglichkeit die Zecke zu entfernen und per Genanalyse (PCR) auf FSME sowie Borrelia burgdorferi sensu lato und Borrelia miyamotoi zu untersuchen. Liegt der Zeckenbiss länger zurück, so können von Zecken übertragbaren Krankheiten wie z.B. eine Babesiose-, Borreliose- oder Ehrlichiose-Infektion durch eine Blutuntersuchung diagnostiziert werden.




